Für Arbeitgeber: Qualifikationsanerkennung bei ausländischen Pflegekräften

Wenn ein Angehöriger der Gesundheitsberufe beschließt, im Ausland zu arbeiten, muss er/sie in der Regel seine Qualifikationen anerkennen lassen, damit seine Ausbildung als gleichwertig mit der desselben Berufes im Zielland akzeptiert wird. Denn für Arbeitgeber ist es wichtig, dass der ausländische Arbeitnehmer, den sie einstellen möchten, das Wissen und die Kompetenz besitzt, die sie in ihrer Einrichtung benötigen. Doch wie funktioniert der Prozess der Qualifikationsanerkennung? Wie lange dauert diese und ist sie für alle Gesundheitsfachkräfte erforderlich, die aus dem Ausland kommen?

Arbeitgeber sind in der Regel darüber im Bilde, dass einige ausländische medizinische Fachkräfte, wie Krankenpfleger und Ärzte, gezwungen sind, ihre Qualifikationen anerkennen zu lassen, während andere dazu nicht verpflichtet sind. Grundsätzlich müssen ausländische Arbeitnehmer, die einem reglementierten Beruf angehören, in Deutschland ihre Qualifikationen vor Aufnahme einer Beschäftigung anerkennen lassen. Dies könnte auch von denjenigen verlangt werden, die in bestimmten Berufen als unabhängige Auftragnehmer arbeiten. Das Erste, was ein Arbeitgeber folglich tun sollte, ist zu bestimmen, ob die Position, die besetzt werden soll, als ein Beruf aufgeführt ist, der eine Qualifikationsanerkennung erfordert.

In Deutschland wird der Antrag auf Anerkennung der Qualifikation dann bei derjenigen Behörde gestellt, die für den Ort der Beschäftigung bzw. des beabsichtigten Aufenthalts zuständig ist. Erforderliche Dokumente sind in ganz Deutschland in der Regel gleich und umfassen u.a. das Diplom, eine Abschrift aller Aus- und Weiterbildungsinhalte sowie die Berufslizenz. Oftmals müssen diese Dokumente in die deutsche Sprache übersetzt worden und beglaubigt sein.

Die Bearbeitungszeit für einen Antrag auf Qualifikationsanerkennung hängt davon ab, wo der Antrag eingereicht wurde und wo die ausländische Pflegekraft ihre Ausbildung absolviert hat. Wenn in Deutschland ein Bewerber aus Europa, der EU oder einem EWR-Staat kommt, dauert die Bearbeitung zwischen 6 und 8 Wochen. Für diejenigen, die außerhalb Europas ausgebildet wurden, kann die Bearbeitung einige Wochen mehr bis hin zu mehreren Monaten dauern. Ein Arbeitgeber, der medizinische Fachkräfte aus dem Ausland engagieren will, muss folglich die Zeit für den Prozess der Qualifikationsanerkennung in seine Personalplanung einkalkulieren.


Laura Esnaola begleitete Care With Care von der Geburtsstunde an: Das internationale Programm zur Rekrutierung ausländischer Pflegefachkräfte bietet Arbeitgebern im Gesundheitssektor globale Personallösungen und adressiert andererseits medizinisch-pflegerische Fachkräfte aus dem Ausland, die z.B. einen Job in Deutschland suchen. Mit Care With Care vermittelt Laura Esnaola vorrangig Pflegekräfte aus den Philippinen und China. Dabei berät sie Personalentscheider aus Kliniken, Senioren- und Reha-Einrichtungen insbesondere zur erfolgreichen Integration der Arbeitnehmer, damit diese den Unternehmen langfristig erhalten bleiben. Neben ihren Tätigkeiten als Geschäftsführerin der Care.com Europe GmbH und Leiterin von Care With Care engagiert sich Laura Esnaola weltweit in gemeinnützigen Projekten und tritt als Violinistin auf.      
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